Endlich Spargelsaison

Ob grüner, weißer oder violetter Spargel: wir lieben alle Varianten!

 

Spargel zählt zu den ältesten Gemüsesorten und wird rund um den Globus angebaut. Botanisch gehört Spargel zu den Maiglöckchengewächsen und gedeiht gut bei Wärme und auf sandigen Böden. Angebaut wird das Gemüse unter anderem in China, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland sowie in Österreich – das Marchfeld gilt bei uns als das Spargelanbaugebiet.

 

Die Spargelsaison ist recht kurz (Mitte April bis Ende Juni) und wird immer schon sehnsüchtig erwartet. Grund dafür ist der Anbau des Spargels und die lange Erholungsphase der Triebe. Die Pflanze besteht aus einem unterirdischen Wurzelstock – dieser bildet bis zu 3 Meter lange Wurzeln. Oberirdisch wachsen Spargelstangen, als Seitenverzweigung der Pflanze.

 

Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, es werden die nachwachsenden Triebe geerntet. Damit die Nährstoffe im Wurzelstock nicht übermäßig reduziert werden, erntet man den Spargel nur bis Ende Juni. Erst vier Jahre nach dem Anbau und intensiver Pflege kann der volle Ernteertrag von Spargel erzielt werden. Deswegen ist Spargel auch ein verhältnismäßig teures Gemüse.

 

Außerdem hat Spargel verglichen zu anderem Gemüse einen hohen Wasserverbrauch. Die Daten dazu schwanken: etwa 1500 – 2000 Liter Wasser benötigt man für den Anbau von 1 kg Spargel.  (Vergleich Kartoffel: 168 – 287 L Wasser für 1 kg)

Der Spargelgenuss lohnt sich

 

Spargel ist nicht nur wegen dem tollen Geschmack sehr beliebt. Das Gemüse kann auch nährstofftechnisch einiges herzeigen: mit nur rund 18 Kalorien je 100 g ist Spargel sehr energiearm. Kein Wunder – das Gemüse besteht zu 90 % aus Wasser. Trotz des hohen Wassergehalts haben aber auch noch viele Vitamine und Mineralstoffe Platz: Vor allem Kalium, Phosphor, Kalzium sowie Vitamin C und B-Vitamine sind enthalten. Durch den hohen Kaliumgehalt wird die Nierenfunktion angeregt, weshalb Spargel auch entwässernd wirkt.

 

Übrigens: der typische Geruch des Harns nach dem Verzehr von Spargel entsteht durch die Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Schwefelverbindungen.

…wächst unterirdisch, daher die weiße Farbe. Er wird händisch aus der Erde gestochen, bevor das erste Sonnenlicht auf ihn treffen kann.

…wächst über der Erde und kann das Sonnenlicht genießen. Daher auch die schöne grüne Farbe. Grüner Spargel ist weniger holzig und muss darum nur teilweise geschält werden (meist das unter Drittel). Er zeichnet sich durch einen leicht nussigen Geschmack aus

…braucht viel Sonnenlicht. Der „Purpur-Spargel“ bildet den Farbstoff Anthocyan besonders aus und erhält dadurch seine Farbe. Beim Kochen verliert der Spargel seine violette Farbe schnell – besser leicht dünsten oder braten.

Tipps: Zubereitung & Lagerung

 

Spargel sollte man möglichst rasch verarbeiten, denn im Kühlschrank bleibt das Gemüse nur 1 – 2 Tage in einem feuchten Tuch frisch. Für eine längere Lagerung könnte man Spargel auch einfrieren. Dafür die Stangen waschen und ggf. schälen, aber nicht garen. Tiefgekühlt bleibt der Spargel 8 – 12 Monate frisch.

 

Übrigens: Frische Spargelstangen quietschen, wenn man sie aneinander reibt. Auch geschlossene Spargelspitzen weisen auf eine frische Ware hin.

Für den perfekten Genuss:

 

weißen Spargel muss man schälen, bei grünem Spargel reicht es, das untere Drittel zu schälen und holzige Enden abzuschneiden. Wird Spargel gekocht gehört in das Wasser unbedingt Salz und eine Prise Zucker, der Bitterstoffe mindern kann. Ein Spritzer Zitronensaft kann Verfärbungen bei weißen oder violetten Spargel verhindern. Manche geben auch gerne ein Stück Butter ins Kochwasser für ein feines, buttriges Aroma.

 

Typischerweise serviert man weißen Spargel mit Sauce Hollandaise, grünen Spargel umwickelt mit Schinken oder als Suppe. Wir haben noch ein paar tolle Ideen für Spargelgerichte am Blog:

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