Grünes für die kalte Jahreszeit

Eine einfache und Garten-unabhängige Methode, im Winter frisches Grün zu ernten, bieten Kräuter und Schnittgrün auf der Fensterbank. Werden ein paar grundlegende Tipps beachtet, so steht der grünen Freude nichts im Wege.

Tendenziell fühlen sich Kräuter bei Temperaturen zwischen 15 und 22 °C wohl. Entscheidend für das Wohlgedeihen ist ausreichend viel Licht. Ein Standort an südseitig ausgerichteten Fenstern bietet sich daher an. Petersilie, Schnittlauch, Dill, Minze und Zitronenmelisse kommen hingegen mit halbschattigen Standorten besser aus.

Kräuter können selbst ausgesät, bereits im Topf gekauft oder aus dem Garten ins Haus übersiedelt werden. Für die Aussaat verwendet man nährstoffarme Anzuchterde, für bereits herangewachsene Pflanzen eignet sich torffreie Blumen- oder Gartenerde, gemischt mit etwas Quarzsand. Besonders gut zum Verpflanzen aus dem Garten eignen sich Petersilie und Schnittlauch. Man kann einfach einen Teil ihres Wurzelballens abstechen und in einen Topf verpflanzen. Rosmarin muss sowieso im Haus überwintert werden.

Neben der Anzucht von Kräutern bietet sich auch die Aussaat von sogenannten „Microgreens“. Das sind verschiedene Gemüsearten, die einige Wochen nach Aussaat in ihrem Jungpflanzenstadium als Grünzeug geerntet und als Salat oder kurz gedünstetes Blattgemüse verzehrt werden. In Frage kommen hier z.B. Rucola, Brokkoli, Rettich, Rote Rübe, Radieschen, Senf und zahlreiche weitere.

Was die Pflege angeht, sollte man auf ausgewogene Wasserversorgung achten und die Töpfe regelmäßig drehen. Eine weitere wichtige Maßnahme stellt das wiederholte Gießen mit Komposttee dar. Dieser hat gleich mehrere Effekte. Da sich beim Kaltauszug von Komposttee-Extrakt die enthaltenen nützlichen Mikroorganismen explosionsartig vermehren, regt das Gießen damit das im Topf oft sehr verarmte Bodenleben an. Das wiederum stärkt die Pflanze und sie wird widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten. Zudem dient Komposttee der notwendigen Winter-Düngung der Pflanzen, da er sämtliche wichtige Nährstoffe im richtigen Ausmaß enthält.

Wir von Natur im Garten wünschen maximale Lebensfreude und Genuss im Garten oder auf Balkonien!

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Natur im Garten OÖ

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„Natur im Garten“ ist Teil der Initiative „Gartenland OÖ“, die seit vielen Jahren Bewusstseinsbildung für Regionalität und Nachhaltigkeit in den heimischen Gärten leistet. 170 heimische Gartenbaubetriebe und Gärtnereien arbeiten dabei seit Jahren eng mit dem Gartenland OÖ zusammen.

„Natur im Garten“ legt großen Wert auf die biologische Vielfalt und auf die Gestaltung mit heimischen, ökologisch wertvollen Pflanzen. Dazu kommen als Schwerpunkt-Themen der Verzicht auf Pestizide, der Verzicht auf chemische Dünger und der Verzicht auf Torf hinzu. Zum naturnahen Garteln gehört außerdem die Pflanzung von Wildsträuchern und blühenden Stauden, das Anlegen von Komposthaufen, Nützlingsunterkünften, Regenwassertonnen sowie die Bepflanzung von Nutzgarten-Flächen mit Gemüsebeeten, Kräuterflächen, Obstbäumen und Beerensträuchern.

 

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