Saisonkalender AUGUST

Auch im August wollen wir euch wieder einige saisonale Obst- und Gemüsesorten aus der Region vorstellen. Der aktuelle Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit & Ernährung“ soll die Bedeutung von heimischen Lebensmitteln verdeutlichen. Obst und Gemüse aus der Region ist frisch und enthält durch lediglich kurze Transportwege noch eine Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und vor allem Geschmack.

Wie vielfältig oberösterreichische Lebensmittel sein können seht ihr in diesem Beitrag:

Paprika – der Vitamin-C-König

 

Als Verwandter von Kartoffeln, Tomaten und Auberginen zählt Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Die Paprikapflanze selbst ist recht unscheinbar mit kleinen, weißen Blüten. Die Früchte hingegen überzeugen mit ihren vielfältigen Farben und Formen.

Wusstet ihr, woher der ursprüngliche Name des Paprika stammt? Er leitet sich vom spanischen Wort „schwarzer Pfeffer“ ab, denn durch das Alkaloid Capsaicin wird starker Hitze- und Schmerzreiz ausgelöst.

Durch weitere Züchtungen wurden später auch Sorten geschaffen, die keinerlei Schärfe mehr besitzen – der Gemüsepaprika.

 

Paprika ist ein bekannter Vitamin-C Lieferant. Je nach Reifegrad können bis zu 400 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch enthalten sein. Grüner Paprika wird unreif geerntet und hat daher weniger Vitamin C als die grünen oder roten Sorten.

 

Chili zählt auch zur Paprikapflanze. Der Gehalt an Capsaicin ist in der Chili übrigens mehr als doppelt so hoch als im Gemüsepaprika, was die extreme Schärfe erklärt. Stammt die kleine Schote aus europäischen Ländern wird sie im Übrigen Peperoni genannt, aus Asien stammend nennt man sie Chili.

 

Tipp: Paprikapulver entfaltet sein Aroma am besten, wenn man es kurz in Fett erhitzt. Die Kunst dabei ist, dass das Ganze nicht zu heiß wird, da der Paprika ansonsten bitter schmecken kann.

 

Paprika lässt sich ganz vielseitig einsetzen: ob roh zur Jause, gegrillt als Beilage, gefüllt mit Fleisch oder vegetarisch, gekocht als Suppe, als Gemüsekomponente in Currys sowie Nudelpfannen oder als cremige Sauce verarbeitet, wie z.B. in diesem Schulterscherzel in Paprika-Rahmsauce.

FOTO: © Unsplash (Boaz Yahav)

Radieschen – die scharfe Knolle

 

Frisch am Butterbrot, in Salaten oder als Suppe verarbeitet. Radieschen überzeugen mit ihrem mild-scharfen Aroma und sind vielseitig einsetzbar.

Botanisch gehören sie zur Rettichfamilie, was sowohl am Aussehen als auch am Geschmack zu erkennen ist.

 

Für die Schärfe der kleinen Knöllchen sind die Senföle verantwortlich, welche sich z.B. auch im Zwiebel befinden. Das Fleisch der Radieschen ist weiß, wobei die äußere Schicht je nach Sorte von rosa über violett bis weißrötlich sein kann.

 

Frische Radieschen gibt es bei uns in Oberösterreich von Mai bis Oktober. Sie lassen sich auch einfach selbst im Garten oder im Hochbeet anbauen, da sie recht anspruchslos sind. Ausgesät können die Pflanzen im Freiland vom Frühjahr bis Ende August werden. Sie bevorzugen einen halbschattigen Standort und können auch platzsparend zwischen anderen Gemüsesorten gesät werden. Radieschen aus dem Freiland sind übrigens noch schärfer, da durch das langsamere Wachstum mehr Senföle gebildet werden.

Beim Genussland Oberösterreich gibt es ein tolles Rezept für eine Radieschensuppe mit Rosensalz – hier geht’s zum Nachkochen!

FOTO: © Unsplash (Caroline Attwood)

Stangensellerie – der Instagramstar

 

Sellerie – scrollt man durch Instagram & Co. ist Stangensellerie gerade DAS Superfood! Selleriesaft zum Frühstück, Sellerie im Smoothie, Sellerie als Snack zwischendurch. Was ist so toll an dem Gemüse?

 

Während Knollensellerie wie die Rüben ein Herbstgemüse ist, ist der Stangen- oder Staudensellerie im Sommer saisonal. Man isst hier die verdickten Stängel der Pflanze, die knackig und fest sind.

 

Stangensellerie ist reich an Wasser und liefert daher nur wenig Energie. 100 g enthalten nur 15 bis 25 Kalorien. Das Gemüse enthält verschiedenste Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin K, C, Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), Kalzium, Magnesium oder Kalium.

 

Ein selbstgemachter Selleriesaft mit frischen Zutaten kann also durchaus zur Nährstoffzufuhr beitragen. Man kann den Sellerie aber auch roh, z.B. als Gemüsesticks mit Joghurtdip oder im Salat mit Tomaten, Champignons und verschiedenen Früchten essen. Sellerie passt hervorragend zu Walnüssen, Weichkäse, Birnen und Äpfeln. Außerdem können durch das frische Aroma Tomatensaucen, Pfannengerichte oder Eintöpfe verfeinert werden.

Selleriesaft zum Ausprobieren:

  • 2 – 3 Stangen Sellerie
  • 1/2 Gurke
  • Saft einer Zitrone

Alles in einem leistungsstarken Mixer pürieren und sofort genießen!

Heidelbeeren – die blauen Wunderbeeren

 

Kulturheidelbeeren sind ausdauernde, aufrecht wachsende, vielverzweigte, sommergrüne Halbsträucher. Sie können Wuchshöhen bis zu mehreren Metern erreichen. Das Fruchtfleisch ist bei Kulturheidelbeeren weiß.

 

Die blaue Farbe der Beeren liegt übrigens am Farbstoff Anthocyan. Anthocyane gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, genauer gesagt zu den Antioxidantien – diese Stoffe schützen den Körper vor schädlichen freien Radikalen und wirken sich somit positiv auf die Gesundheit aus. Die Heidelbeeren sind außerdem voll von wertvollen Inhaltsstoffen wie Ballaststoffen, Magnesium, Vitamin E und Vitamin C.

 

Übrigens: frische Blaubeeren fördern die Verdauung, während getrocknete Beeren Durchfallerkrankungen entgegenwirken können.

 

Habt ihr schon unseren Beitrag über den Beerenberg in Linz gelesen? Hier geht’s zum Beitrag und hier gibt’s ein leckeres Rezept für das beliebte Bio-Heidelbeer Bananenbrot.

FOTO: © Unsplash (Akinobu Okazaki)

Marillen – die süßen Sommerfrüchte

 

Marillen sind für mich der Inbegriff von Sommer in Oberösterreich. Die leckeren Steinfrüchte sind zuckersüß, samtweich und erinnern an den besten Marillenkuchen, den es früher immer bei Oma gab.

 

Die Marillen-Saison ist bei uns von Juli bis September. Die Marillen, die in den Supermärkten erhältlich sind stammen häufig aus Frankreich, Italien oder Griechenland. Getrocknete Marillen werden meist in der Türkei produziert.

 

Um frische, reife Marillen zu bekommen fährt man am besten zu den regionalen Bauern und genießt die Früchte dann gleich so oder verarbeitet sie, um auch später noch was davon zu haben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Marillenknödel, -marmelade, -kompott, -kuchen, -nektar, -brand oder in der pikanten Variante als Marillenchutney verarbeitet.

 

Was ist drin?

 

Marillen haben trotz des süßen Geschmacks einen niedrigen Kaloriengehalt mit ca. 43 Kalorien je 100 g Frucht. Besonders wertvoll sind die enthaltenen Carotinoide, ein Farbstoff, der der Frucht die orange Farbe verleiht. Carotinoide, z.B. das Beta-Carotin zählen zu den Antioxidantien und haben einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Marillen enthalten außerdem Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C sowie Folsäure, Kalium und Magnesium. Die Frucht ist also ein toller Vitamin- und Mineralstofflieferant!

 

Tipp: die Früchte immer reif kaufen, denn sie reifen nicht nach.

 

Natürlich gibt’s auf Schmeck’s auch leckere Rezepte mit Marillen, z.B. diese erfrischende Marillencreme oder dieser fruchtige Rote Rüben-Marillen Smoothie!

FOTO: © Unsplash (Heather Gill)