An apple a day…

…keeps the doctor away – so ein allseits bekanntes Sprichwort. Tatsächlich stecken viele Nährwerte in dem knackig-runden Obst. Unser Lieblingsobst enthält eine Reihe an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, darunter auch Kalium, Kalzium und Magnesium. Der enthaltene Fruchtzucker liefert uns Energie, seine Ballaststoffe unterstützen unsere Darmtätigkeit und außerdem schmeckt er auch noch gut.

Das weiß auch Dominik Strobl von Stroblobst. Er macht aus Äpfeln eine besonders leckere Art der Knabberei und wir haben ihm ein paar Fragen dazu gestellt.

Seit wann baut ihr Äpfel an?

Wir sind ein bäuerlicher Obstbau- und Obstverarbeitungsbetrieb und haben uns dem Apfelanbau verschrieben. Die ersten Apfelbaumpflanzungen machte mein Vater, Horst Strobl, bereits im Jahr 1965. Auf einer Fläche von etwa 6 ha kultivieren und verarbeiten wir als Träger des Gütesiegels „Gutes vom Bauernhof“ unsere Früchte.

Die Obstgärten unseres Familienbetriebes befinden sich in der fruchtbaren Inn-Ebene. Dieser Lage und der damit verbundenen klimatischen Voraussetzungen verdanken wir den ausgezeichneten Geschmack unserer Äpfel. Vollständiges Ausreifen der Früchte am Baum und ein schonendes Pflücken von Hand liefern uns das qualitativ hochwertige Ausgangsprodukt dieser Spezialität.

Familie Strobl von Stroblobst (Foto: Fotolounge Blende 8)

Seit wann dörrt Stroblobst Äpfel?

Die ersten Versuche wurden bereits 1998 unternommen und in Folge stetig ausgebaut.

Welche sind die gängigsten Apfelsorten und
welche Sorten baut ihr an?

Unser Apfelsortiment umfasst 10 Sorten:

  • Elstar: mittelgroße bis runde Frucht mit grünlichgelber Grundfarbe und leuchtendroter bis verwaschen-roter Deckfarbe. Gelbliches, mittelfestes Fruchtfleisch. Geschmacklich besitzt er ein würzig-fruchtiges Aroma.

 

  • Weirouge: zeichnet sich durch ihre rote Schale und ihr vollständig rotes Fruchtfleisch aus. Die intensive Rotfärbung wird durch einen ungewöhnlich hohen Gehalt an Anthocyanen verursacht. Das Fruchtfleisch bleibt auch nach der Verarbeitung rot und auch der Saft dieser Sorte ist rot. Aufgrund des geringen Zucker- und hohen Säuregehalts ist er als Tafelapfel ungeeignet.

 

  • Gala: hat eine intensive rote Färbung auf einem cremig-gelben bis goldgelben Untergrund. Die Haut ist glatt und glänzend. Gala ist klein bis mittelgroß und rundlich. Das Fruchtfleisch ist blassgelb, saftig und fest. Der Geschmack ist aromatisch süß.

 

  • Jonagold: ist groß und kugelig bis hochgebaut. Die Farbe ist sonnig gelb, an der Sonnenseite orangerot bis leuchtend erdbeerrot. Das Fleisch ist gelblich, locker, kurz und saftig, später wird es weich. Der Geschmack ist süßfruchtig-feinsäuerlich.

 

  • Santana: ist mittelgroß bis groß. Er hat eine gestreifte hell- bis dunkelrote Deckfarbe auf einer gelbgrüne Grundfarbe. Die Früchte färben leicht aus und sind ziemlich groß. Santana ist fest, saftig, knackig frischsäuerliche, gutes Aroma.
    Besonderheit: Zufällig entdeckte man an der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Wageningen, dass Santana bei Apfelallergikern weniger oder keine Reaktionen auslöst.

 

  • Boskoop: die Frucht ist flachkugelförmig und mittelbauchig. Schale etwas rau und glänzend, Grundfarbe gelb, bedeckt mit karmesinroter bis ziegelroter Deckfarbe. Das Fruchtfleisch ist hellgelblich, gelblichweiß oder grünlichgelb, saftreich, von vorzüglichem herb-säuerlichen Geschmack. Bis November noch ziemlich fest, später schön mürbe.

 

  • Rubinette: ist mittelgroß, hoch-kugelig bis leicht konisch. Haut etwas rau, sehr natürliches, ansprechendes Aussehen. Grundfarbe grüngelb, bis zu 3/4 orange bis rostrot gestreift. Das Fruchtfleisch ist gelblich, mittelfest, feinzellig, hat ein hervorragendes würzig-fruchtiges Aroma mit einem hohen Zucker- und Säuregehalt in einem ausgewogenen Verhältnis.

 

  • Golden Delicious: die Früchte sind grünlich, werden mit Reife gelblich und können an der Sonnenseite leicht gerötet sein. Golden ist mittelgroß bis groß, sowie rund bis länglich und gleichmäßig gebaut. Das cremefarbene Fruchtfleisch ist saftig und fest. Voll ausgereift sind die Äpfel süßaromatisch, säurearm und etwas anisartig.

 

  • Pilot: erreicht erst im Februar seine Genussreife. Die Apfelsorte ist bis Mai/Juni lagerfähig. Die Schale ist rau und druckfest. Die gelbe bis orange Grundfarbe wird von einem kräftigen Zinnoberrot überdeckt. Das feste und saftige Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack.

 

  • Braeburn: sind mittelgroß bis groß. Die glänzende Schale wird von dunkelroten kurzen Streifen bedeckt, die zu drei Vierteln durch eine rote Deckfarbe überlegt ist. Das Fruchtfleisch ist relativ hart und hat ein komplexes süß-herbes Aroma.
Äpfel Stroblobst

Welche Apfelsorte isst du selbst am liebsten?

Mein absoluter Favorit ist die Sorte „Rubinette“. Er ist vielleicht nicht der schönste Apfel, aber er schmeckt hervorragend aromatisch und auch wenn er nach längerer Lagerung etwas „schrumpelig“ wird, ist sein Geschmack immer noch ausgezeichnet.

Welches Wetter mag der Apfel?

Der Apfel braucht ein gemäßigtes Klima, ausreichend Niederschläge und besonders wichtig sind starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht zur Zeit der Reife. Diese klimatischen Bedingungen sind wichtig, damit der Apfel ein kräftiges Aroma und Farbe bekommt.
Durch Österreich verläuft sogar der sogenannte “Apfelgürtel”, jenes Gebiet Europas, das die besten klimatischen Voraussetzungen für den Anbau erfüllt. Der Sommer 2018 zeigte, dass der Apfelbaum auch mit einer Trockenheitsphase umzugehen lernt.

Wann haben Äpfel Saison bzw. wann ist Ernte?

Äpfel haben eigentlich immer Saison – bei einer ausreichenden Ernte ist es durch optimale Lagerbedingungen möglich das ganze Jahr über österreichische Äpfel anzubieten.
Die Haupternte beginnt Ende August bzw. Anfang September und erstreckt sich bis Ende Oktober bzw. Anfang November.

Wie werden Äpfel am besten gelagert?

Äpfel lagert man am besten bei einer Temperatur von 2 – 3 °C und einer Luftfeuchte von 90 – 95 %.

Gibt es zwischen Äpfeln für Apfelsaft, für Most
und denen zum Sofortverzehr bzw. zum anderweitigen Verarbeiten
(Dörren, Strudel, Kuchen, Kompott, Marmelade, etc.) einen Unterschied?

Der Apfel ist die „Vorstufe“ des Endproduktes, d.h. je nachdem welche Eigenschaften ich im Verarbeitungsprodukt haben möchte, wähle ich eine Sorte (meistens Sortengruppe mit ähnlichen Eigenschaften) aus.

Wie unterstützen Äpfel eine bewusste Ernährung?

„An apple a day keeps the doctor away.”

 

Welche Apfelsorten sind für’s Dörren geeignet?

Wir verwenden 3 Sortengruppen für unsere gedörrten Apfelringe:

  • Für unsere GOLD-Apfelringe verwenden wir Sorten mit einer feinen Fruchtsäure wie z.B. Elstar, Jonagold oder Golden Delicious.

 

  • Für GALA-Apfelringe extra dünn mit Schale verarbeiten wir kräftig-rote, süßliche Äpfel wie Gala oder Pilot.

 

  • Für unsere Besonderheit WEIROUGE-Apfelringe kommt die gleichnamige Sorte zur Verwendung. Sie ist durchgehend rot gefärbt und hat eine ausgesprochen knackige Säure.

Der Weg eines Apfels zum Dörrobst!

Die Äpfel werden zuerst gewaschen und nach einer Sichtkontrolle einzeln auf die Apfelschneidemaschine aufgesteckt. Nun erfolgt mit Maschinenunterstützung das Schneiden der Apfelscheiben auf die gewünschte Dicke und je nach Variante wird der Apfel von der Schale befreit. Mit einem Ausstechrohr wird anschließend das Kerngehäuse „der Butzen“ ausgestochen. Die so geschnittenen Apfelringe werden einzeln von Hand auf Trockengitter aufgelegt und gelangen in den Trockenofen. Dort wird ihnen im warmen Luftstrom das Wasser entzogen bis die Früchte durchgetrocknet sind, d.h. bis sie „knacken“ beim Brechen. Damit sie so knusprig bleiben werden sie rasch in Beutel verpackt und luftdicht verschlossen.

Herstellung der Apfelringe von Stroblobst

Wie genau funktioniert das Dörren und warum
bezeichnest du Dörrobst als “schwierigstes Kind”?

Manch Anfang ist schwierig – es dauerte einige Jahre bis die geeigneten Gerätschaften gefunden und der Verarbeitungsablauf so gerichtet wurde, dass er nun für ein Endergebnis nach unseren Vorstellungen geeignet ist.
Wir dörren ausschließlich mit warmer Luft. Trockene Luft wird in den Dörrschrank geleitet und erwärmt sowie durch ein Umluftsystem im ganzen Ofen verteilt. Diese warme Luft kann viel Feuchtigkeit aus den Äpfeln aufnehmen und wird anschließend wieder aus dem Trockenofen geleitet.


Was ist der Vorteil von gedörrtem Obst?

Die Herstellung von Dörrobst gilt vermutlich als eine der ältesten Konservierungsverfahren der Menschheit. Jäger und Sammler beobachteten die heruntergefallenen Früchte und bemerkten, dass dieses Obst durchaus auch essbar war und waren sehr beeindruckt aufgrund des süßlichen Geschmacks.
Wir überlassen diesen Vorgang nicht nur dem Zufall, sondern haben uns darauf spezialisiert die vollständig ausgereiften Äpfel aus unseren Innviertler Obstgärten einer schonenden Trocknung, nur durch den Einsatz von warmer Luft, zu unterziehen.

Eine einfache und traditionelle Verarbeitung ohne jegliche Zusätze garantieren ein unverwechselbares Apfelerlebnis.

Welche Dörräpfel bietet Stroblobst an?

Unser Dörrobst gibt es in folgenden Variationen:

  • GOLD – Apfelringe ohne Schale
    Beste feinfruchtige Äpfel der Sorten Elstar, Jonagold und Golden Delicious sind wegen ihrer angenehmen Fruchtsäure ideal für unsere besten Apfelringe geeignet.

 

  • GALA – Apfelringe extra dünn mit Schale
    Nur rote Sorten mit zarter Schale werden hauchdünn geschnitten und knusprig getrocknet.

 

  • CHOCO – Apfelringe mit Schokoladeüberzug
    Knackige Apfelringe hauchdünn umhüllt mit feiner Milchschokolade ergeben diese fruchtig-süße Leckerei.

 

  • ROSSO & NERO – Rote Apfelringe im Zartbitter-Schokomantel
    Kräftig saure, rotfleischige Apfelringe der Sorte Weirouge, werden mit bester oö. Edelbitterschokolade hauchdünn überzogen.

 

  • WEIROUGE® – Apfelringe extra dünn mit Schale
    Eine Besonderheit ist dieser rotfleischige Apfel der Sorte Weirouge. Getrocknet eine wahre Köstlichkeit mit knackiger Säure.
Apfelringe von Stroblobst

Welche Sorte nascht du am liebsten?

Meine Lieblinge sind die GOLD-Apfelringe ohne Schale, für mich ein knackig natürlicher Apfelgenuss. Und wenn’s mich mal nach Schokolade „gustad“, dann sind auch die CHOCO vor mir nicht immer sicher!

FOTOS: © Stroblobst

Stroblobst

Herr Ing. Strobl von Stroblobst (Foto: Fotolounge Blende 8)
© Fotolounge Blende 8

Dominik Strobl

Wir sind ein bäuerlicher Obstbau- und Obstverarbeitungsbetrieb und haben uns dem Apfelanbau verschrieben. Auf einer Fläche von etwa 6 ha kultivieren und verarbeiten wir als Träger des Gütesiegels „Gutes vom Bauernhof“ und Partner vom Genussland Oberösterreich unsere Früchte.

Die Obstgärten unseres Familienbetriebes befinden sich in der fruchtbaren Inn-Ebene. Dieser Lage und den damit verbundenen klimatischen Voraussetzungen verdanken wir den ausgezeichneten Geschmack unserer Äpfel. Vollständiges Ausreifen der Früchte am Baum und ein schonendes Pflücken von Hand liefern uns das qualitativ hochwertige Ausgangsprodukt dieser Spezialität.

Das Verarbeiten und Dörren erfolgt mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Apfel direkt bei uns am Hof, sodass wir den “GENUSS VOM BAUM” für euch in Form unserer gedörrten Apfelringe einfangen.

 

Mehr über Ing. Dominik Strobl und Stroblobst unter: www.stroblobst.at