Saisonkalender SEPTEMBER

Es herbstelt – und wir freuen uns auf herbstliches Obst und Gemüse aus der Region! Jetzt ist es Zeit für Suppen, Eintöpfe oder Haltbarmachen zu leckeren Marmeladen und Chutneys. Ein paar unserer Lieblings-Sorten stellen wir euch in diesem Beitrag vor:

Rauner – die tolle Knolle

 

Noch immer hat die rote Rübe – oder auf oberösterreichisch „Rauner“ – ein Schattendasein. Viele wissen einfach nicht, was sie daraus zubereiten sollen oder kennen die Rauner nur als Salat. Dabei haben die Rüben tolle Inhaltsstoffe und lassen sich wunderbar und vielseitig zubereiten.

 

Als Suppe  – entweder eine russische „Borschtsch“ oder eine Cremesuppe mit Krenhäubchen -, als Risotto, als Zutat in einem Curry, als Knödel, Saft oder Smoothie, Laibchen, usw. Auch im Salat machen sich die Rüben toll. Neben dem typischen Rauner-Salat passen sie auch dünn geschnitten zu Vogerlsalat und geräucherter Forelle, zu Walnüssen und Birne oder als Komponente in einem Getreidesalat, z.B. mit Hirse und Schafkäse.

 

Für eine kleine Inspiration: hier haben wir tolle Rezepte für Rote-Rüben-Haferflockenlaibchen, Rote-Rüben-Salat mit Haselnüssen, Frischkäse und Mohnöl und für unseren Rote-Rüben-Marillen-Smoothie!

Rote-Rueben-Haferflocken-Laibchen von Sabrina Winter
FOTO: © Sabrina Winter
Rote Rüben Salat von oben
FOTO: © farmgoodies gmbh
Rote Rüben-Marillen Smoothie

Was hat die rote Knolle zu bieten?

 

Rote Rüben haben einen hohen Nährwert und gleichzeitig wenige Kalorien. Sie liefern lediglich 41 Kalorien je 100 g. Der Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen kann sich sehen lassen: Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, B-Vitamine, Vitamin C sowie Folsäure.

 

Übrigens: der rote Farbstoff der Rauner heißt „Betanin“ und wird in der Lebensmittelindustrie gerne verwendet.

 

Aufbewahrung:

 

Rohe rote Rüben können ca. 1 Woche im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gekocht sollten die Rüben schnell verbraucht werden. Vakuum verpackt gibt es die Rüben sowieso das ganze Jahr über, sie können verschlossen lange aufbewahrt werden.

FOTO: © Unsplash (Heather-Gill)

Tomate – das Multitalent „Paradeiser“

 

Paradeiser wachsen in vielen Gärten und sind in der Küche gar nicht mehr wegzudenken. Was wäre denn eine würzige Pasta-Sauce oder ein gemischter Salatteller ohne Tomaten?!

 

Ob rote oder gelbe Paradeiser, ob rund, oval, fleischig oder klein und süß – wir lieben alle Varianten der artenreichen Pflanze.Wie die Melanzani oder Erdäpfel zählen Tomaten zu den Nachtschattengewächsen. Die Frucht der Pflanze zählt botanisch gesehen zu den Beeren und ist somit ein Fruchtgemüse.

 

Wusstet ihr, dass sich die österreichische Bezeichnung für Paradeiser von Paradies- bzw. Liebesapfel ableitet?

 

Die Tomate kann sich in Punkto Nährstoffe sehen lassen – vor allem Vitamin C, B1, B2 und Folsäure sind in dem Fruchtgemüse enthalten. Ebenfalls enthalten sind Carotinoide – sie sind die Vorstufe des Vitamins A und geben der Tomate die rote Farbe.

 

Tipp: Grüne Stellen sowie der Stielansatz sollten bei Tomaten weggeschnitten werden. Sie enthalten einen gesundheitsschädlichen Stoff, wie z.B. auch die Erdäpfel.

Menschen mit einer Histamin-Intoleranz können im Übrigen empfindlich auf Tomaten reagieren, da diese das biogene Amin „Histamin“ enthalten.

FOTO: © Unsplash (Jametlene-Reskp)

Erdäpfel – der Energielieferant

 

Wie die Paradeiser zählen die Erdäpfel oder Kartoffel zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Erdäpfel-Pflanze kann bis zu einem Meter hoch wachsen und hat viele Blüten. Die Blüten sind jedoch nicht genießbar – wir essen die unterirdischen Knollen, welche der Pflanze als Nährstoffspeicher dienen. Erdäpfel sind stärkereich und zählen in der Ernährung daher in erster Linie zu den kohlenhydratreichen Beilagen und nicht zum Gemüse.

 

Ca. 400 verschiedene Kartoffelsorten werden in unseren Breiten angebaut. Ob rote, gelbe, violette, festkochende oder mehlige Sorten – hier gibt es einen großen Sortenreichtum.

 

Küchentechnisch werden Kartoffeln vor allem in den Kocheigenschaften unterschieden:

 

  • Festkochend: sind für Salat, Pommes oder Bratkartoffeln geeignet. Sie werden beim Kochen nicht zu weich und lassen sich gut schneiden.
  • Vorwiegend festkochend: lassen sich gut als Bratkartoffeln oder Petersilienkartoffeln verwenden.
  • Mehlig: haben einen sehr hohen Stärkegehalt und werden beim Kochen recht weich. Daher eignen sie sich besonders gut für die Herstellung von Püree, Knödeln, Puffer, Gnocchi oder andere Gerichte aus Kartoffelteig.
FOTO: © Unsplash (Monika Stawowy)

Lagerung:

 

Kartoffeln lassen sich relativ lange aufbewahren, wenn man sie trocken, dunkel und kühl lagert. Aber: nicht im Kühlschrank aufbewahren – die Stärke verwandelt sich dann zu Zucker. Zu warme Temperaturen hingegen fördern die Keimung.

 

Kartoffeln als Dickmacher?

 

Häufig werden Kartoffeln wegen des hohen Stärkeanteils als Dickmacher verteufelt. Doch im Gegenteil sind Erdäpfel besonders wasserreich, fettarm und dadurch auch arm an Kalorien (68 Kalorien pro 100 Gramm). Sie machen uns satt und liefern wichtige Nährstoffe! Vor allem der Gehalt an Kalium, Magnesium und B-Vitaminen ist nennenswert.

Übrigens: dick machen meist die Zubereitungsarten, wie z.B. bei Pommes, Kartoffelpuffer oder Wedges. Esst Kartoffeln also lieber gekocht mit frischer Petersilie darüber!

 

Lust auf Kartoffeln? Wir haben ein paar tolle Rezepte für euch: Leinölerdäpfel, bunte Knabber-Erdäpfel, Spinat-Erdäpfel-Rollen und ein getrüffeltes Kartoffel-Samtsüppchen.

 

Auch beim Genussland Oberösterreich gibt es reichlich leckere Erdäpfel-Rezepte!

Kartoffelsüppchen von Margareta Wollinger (Foto: Flora Fellner)
FOTO: © Flora Fellner
Leinölerdäpfel mit Leinsamen und Schnittlauch
FOTO: © Eferdinger Landl-Erdäpfel

Zwetschken – die süßen Herbstfrüchte

 

Der Herbst kommt immer näher – und unsere regionalen Herbstfrüchte versüßen uns die kühle Jahreszeit! Zwetschken sind der Inbegriff vom österreichischen Herbst, oder?

Zwetschkenknödel, Röster, Powidlmarmelade oder ein saftiger Zwetschken-Blechkuchen – mhmmm…

 

Zwetschken, Pflaumen, Kriecherl, … was ist der Unterschied

 

Zwetschken: sind länglich und spitz zulaufend. Sie haben ein festes Fruchtfleisch, welches sich leicht vom Kern lösen lässt. Zwetschken eignen sich durch den geringen Wassergehalt gut zum Backen.

Zwetschken sind genau genommen eine Unterart der Pflanzengattung „Pflaumen“, die zu den Rosengewächsen zählt. Kultivierte Zwetschken wachsen am Baum, der bis zu 5 Meter hoch wird. Wilde Zwetschken wachsen eher strauchförmig.

 

Pflaumen: sind kugel- bis eiförmig und etwas größer als Zwetschken. Das Fruchtfleisch lässt sich nicht so leicht vom Kern lösen, es ist aber etwas weicher. Pflaumen sind optimal für die Zubereitung von Marmelade oder Röster.

 

Ringlotten: Ringlotten (oder Reneklode in Deutschland) sind eine Unterart der Pflaumen. Sie sind ein wenig kleiner als Pflaumen und rund. Es gibt sie in verschiedenen Farben, von grün, gelb bis hin zu rotgrün. Sie haben ein grün-weißliches Fruchtfleisch und schmecken meist süß.

 

Kriecherl: Auch als Mirabellen oder Kriechenpflaume bekannt. Kriecherl sind deutlich kleiner als Zwetschken und Pflaumen, meist gelb bis rötlich und im Geschmack leicht säuerlich. Sie wurden früher in der Küche sehr geschätzt – es gibt Rezepte für Marmeladen, Röster, Kompott oder auch Kriecherlbrand oder –likör.

 

Inhaltsstoffe der Zwetschke

 

Zwetschken liefern uns einige Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Kalium, Eisen, Zink sowie Vitamine der B-Gruppe. Der Farbstoff, der die Zwetschken so blau färbt, zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen. Diese haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit.

 

Lagerung

 

Zwetschken sollten im Kühlschrank aufbewahrt werde, da kann man sie ca. 1 Woche lagern. Die Früchte können auch tiefgekühlt werden – am besten man halbiert und entkernt sie zuerst.

FOTO: © Unsplash (Maria Siriano)

Weintrauben – die römischen Delikatessen

 

Schon die Römer liebten die süßen Beeren und brachten sie zu uns nach Europa. In erster Linie werden Weintrauben zur Herstellung von Wein und Saft verwendet, aber auch roh genossen, als Süßspeise verarbeitet, zu Käse oder getrocknet als Rosinen lieben wir die Trauben.

 

Botanisch gesehen gehören Weintrauben zur Familie Beeren. Da die Beeren bereits weltweit angebaut werden, sind sie das ganze Jahr über verfügbar. Die Weintrauben kommen aus Chile, Südafrika und Südeuropa zu uns. In der Hauptsaison – September bis Oktober – sind österreichische Weintrauben in den Geschäften verfügbar.

 

Inhaltsstoffe

 

Es gibt eine Vielzahl an Sorten, weshalb auch die Nährstoffe variieren. Trauben enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. den Farbstoff Anthocyan, und können so gesundheitsförderliche Wirkungen haben. Aber: Trauben sind recht zuckerreich – Personen, die beim Zuckerkonsum achtsam sein sollen, sollten also nicht zu viel von den süßen Beeren essen.

 

Oberösterreichische Weinproduzenten: Beim Genussland OÖ könnt ihr nach Weinproduzenten aus der Umgebung suchen!