Saisonkalender OKTOBER

Es herbstelt – und wir freuen uns auf herbstliches Obst und Gemüse aus der Region! Jetzt ist es Zeit für Suppen, Eintöpfe oder Haltbarmachen zu leckeren Marmeladen und Chutneys. Ein paar unserer Lieblings-Sorten stellen wir euch in diesem Beitrag vor:

Raddicchio – der Bittere

 

Radicchio zählt wie Endivie, Frisèe, Chicorée und Zuckerhut zu den Zichoriengewächsen. Ganz typisch für diese Pflanzengattung ist der bittere Geschmack – Radicchio hat unter den Zichoriengewächsen sogar den höchsten Bittergehalt.

Bitterstoffe können gesundheitsfördernd auf unseren Körper wirken. Der Bitterstoff des Radicchio heißt Intybin und ist unter anderem verdauungsfördernd und appetitanregend. Radicchio liefert aber auch noch reichlich Vitamine (B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin A) sowie die Mineralstoffe Kalzium und Kalium.

 

Nitrat in Radicchio: wie z.B. auch Rucola und Spinat enthält auch Radicchio Nitrat, welches vor allem im Stiel und den äußeren Blättern gespeichert wird. Ein Zuviel an Nitrat kann sich gesundheitlich negativ auswirken. Eine normale Menge Radicchio stellt aber keine Gefahr dar. Durch den gleichzeitigen Verzehr Vitamin-C-haltiger Lebensmittel kann die Nitrataufnahme vermindert werden (z.B. Marinade mit Zitrone oder Salat mit Orangenscheiben).

 

Radicchio kann sowohl roh als auch gegart gegessen werden. Eins ist klar: die intensive weinrote Farbe macht bestimmt aus jeder Mahlzeit ein optisches Highlight. Wegen des bitteren Geschmacks kombiniert man den Salat am besten mit anderen milderen Salat-Varianten oder Obst. Vor dem Schneiden und Zubereiten kann man den Salat außerdem einige Minuten in lauwarmes Wasser legen.

 

Kalte Varianten: als Salat kombiniert mit Haselnüssen, Orangen, Äpfeln, Vogerlsalat oder anderen Blattsalaten. Beim Genussland Oberösterreich gibt’s ein tolles Salatrezept mit Radicchio und Sauerkrautnockerln: Winterlustsalat mit Sauerkrautnockerl

 

Warme Varianten: lauwarm in einem Linsen-Radicchio-Salat, als gebratener Radicchio aus dem Ofen, in einem Risotto oder der Pasta. Probiert zum Beispiel dieses Radicchio-Risotto vom Genussland Oberösterreich: Radicchio-Risotto

FOTO: © Unsplash (Gabriel Gurrola)

Kürbis – die größte Beere der Welt

 

Früher galt er als Arme-Leute-Essen; heute ist Kürbis auf den Tellern der Haubenköche zu sehen.

Kürbis schmeckt nicht nur hervorragend, er hat auch ernährungsphysiologisch was zu bieten. Denn das Gemüse ist mit nur 25 Kalorien / 100 g sehr kalorienarm, hat aber gleichzeitig einen nennenswerten Gehalt an Kalium, Eisen sowie Carotinoiden (Vorstufe des Vitamins A). Die Carotinoide sind übrigens auch für die typisch orange Farbe des Kürbis verantwortlich. Kürbiskerne sind eine pflanzliche Quelle an Magnesium und Zink, das Kürbiskernöl liefert essentielle Fettsäuren (vor allem die Omega-6-Fettsäure „Linolsäure“) sowie Vitamin E.

 

Botanisch gesehen zählt die Pflanze zu den Beerenfrüchten und wird der Familie der Kürbisgewächse zugeordnet. Für die Herstellung von Kürbiskernöl wird eine spezielle Sorte, der „schalenlose“ Ölkürbis verwendet. Er zeichnet sich durch Kürbissamen aus, die lediglich ein dünnes, grünes Samenhäutchen haben. Zu den beliebtesten Speisekürbissen zählen Hokkaido-, Butternuss-, Moschus-, Patisson- und Spaghettikürbis.

 

In der Küche ist das Gemüse durch den milden, leicht nussigen Geschmack sehr vielseitig einsetzbar. Gerne wird Kürbis in Suppen oder Eintöpfen verwendet, z.B. eine cremige Kürbissuppe, Kürbiscurry oder Kürbisgulasch. Man kann das Gemüse aber auch wunderbar als Fülle für Strudel verwenden, im Ofen als Ofengemüse zubereiten oder mal eine Kürbislasagne oder Kürbispuffer zubereiten.

Wir von Schmeck’s lieben Kürbis und haben daher schon einige leckere Rezepte in petto:

Auch auf der Homepage vom Genussland OÖ findet ihr schmackhafte Kürbis-Ideen:

FOTO: © Ernährungsliebe OG

Pastinake

 

Das aromatische Wurzelgemüse – nicht zu verwechseln mit der Petersilienwurzel – ist schon fast in Vergessenheit geraten. Zum Glück findet das Gemüse heute wieder vermehrt Platz am Speiseplan – habt ihr schon mal Pastinaken gegessen?

 

Man kann Pastinaken roh sowie gegart essen. Gerne werden sie in Salaten verwendet oder zu Suppen oder Pürees verarbeitet. Generell passt der milde, süßliche Geschmack gut zu anderen Wurzelgemüsesorten, wie Karotten oder Sellerie. Wie wäre es z.B. mit einem herbstlichen Ofengemüse mit Pastinaken, Kartoffeln, Karotten, Sellerie und roten Rüben?

 

Auch zu Fleisch passt das Gemüse sehr gut: vor allem Lamm-, Wild- und Rindfleischgerichte harmonieren mit dem süßlich-nussigen Geschmack der Pastinake.

 

Übrigens: Pastinaken sind sehr gut verdaulich und eignen sich daher auch optimal als Babynahrung.

 

Ein weiterer Tipp: Lebensmittelabfälle kann man einsparen indem man die Blätter ebenfalls verarbeitet. Sie können z.B. für Suppen oder zum Würzen von Eintöpfen verwendet werden.

 

Bei den Inhaltsstoffen lassen sich vor allem Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen hervorheben. Die Pastinake hat einen sehr hohen Stärkeanteil und liefert daher auch hochwertige Kohlenhydrate.

 

Unterscheidung zur Petersilienwurzel: die beiden Wurzelgemüsesorten sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Durch den Geruch kann man sie aber gut unterscheiden: während die Petersilienwurzel intensiv nach Petersilie riecht hat die Pastinake einen leicht süßlichen Geruch, der an Karotten erinnert. Außerdem ist der Blattansatz der Petersilienwurzel nach außen gewölbt, während er bei der Pastinake eingesunken ist.

 

Das Genussland OÖ hat zwei tolle Rezepte mit Pastinaken zum Nachkochen:

FOTO: © Unsplash (Jasmine Waheed)

Birne

 

Äpfel und Birnen sind die typischen Winter-Obstsorten, wenn viele andere Sorten schon nicht mehr Saison haben. Beide gehören botanisch gesehen zur Familie der Rosengewächse und beim Obst zur Gruppe des Kernobstes. Insgesamt gibt es ca. 2.500 verschiedene Birnensorten. Es gibt Sommer- sowie Wintersorten – bekannte Varianten sind z.B. die Uta, Concorde oder die Sommersorten Williams Birne, Abate Fetel oder Clapps Liebling. Letztere müssen schnell konsumiert oder verarbeitet werden, da sie sonst braun oder mehlig werden. Wintersorten können wenige Wochen kühl gelagert werden.

 

Birnen haben tolle Inhaltsstoffe und sollten daher als regionale Obstsorte auch regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen. Die Frucht ist säurearm und daher sehr gut verträglich und versorgt uns mit Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen. Vor allem in der kühlen Jahreszeit ist das für unser Immunsystem wichtig! Unter anderem liefern Birnen die Vorstufe des Vitamins A, Vitamin C, Niacin und Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen. Die Ballaststoffe (z.B. das enthaltene Pektin) bringen unsere Verdauung in Schwung und unterstützen die Ausscheidung von Cholesterin.

 

Meist werden Birnen roh verzehrt, z.B. als Zwischenmahlzeit oder aufgeschnitten im Frühstücks-Müsli. Aber Birnen machen sich auch hervorragend in Salaten oder warmen Gerichten – ob süß oder pikant. Ob ein leckeres Birnenkompott, ein Birnen-Schokokuchen, Reisauflauf mit Birnen, Birnenstrudel, Birnenscheiterhaufen oder ein pikanter Vogerlsalat mit Räucherforelle und Birne, Pasta mit Gorgonzola und Birne oder Rotweinbirnen mit Ziegenkäse.

 

Zwei leckere Birnen-Rezepte haben wir auf Schmeck’s für euch zum Nachkochen:

FOTO: © Genussland OÖ

Hagebutte – die Vitamin-C-Königin

 

Sie wachsen wild an Hecken und Sträuchern und verschönern die Natur mit ihrer pupurroten Farbe. Ab September kann man das Obst ernten – die richtige Reife haben sie, wenn die Schale bei leichtem Druck nachgibt.

 

Hagebutten zeichnen sich durch den extrem hohen Vitamin-C-Gehalt aus. Dieser übertrifft sogar Paprika, Sanddorn und Zitronen. Je nach Sorte und Reife enthalten Hagebutten 400 bis 5.000 mg Vitamin C pro 100 g. Zudem liefern sie auch noch B-Vitamine, die Vorstufe des Vitamins A sowie die Mineralstoffe Eisen und Magnesium.

 

Roh kann man das Obst nicht verzehren und die Zubereitung ist mit etwas Aufwand verbunden. Denn genossen wird nur das Fruchtmark, es muss aber zuvor vom Stiel und von den Samen getrennt werden. Die im Inneren befindlichen Samen reizen die Haut und Schleimhäute und können daher nicht gegessen werden. Entweder man entkernt die Hagebutten oder dünstet sie, presst sie und passiert das Mus durch ein sehr feines Sieb.

 

Hagebuttenmark wertet sowohl pikante als auch süße Gerichte auf, z.B. Wildgerichte, Muffins oder Kuchen. Sie schmecken auch als Marmelade, Likör oder Chutney köstlich.

FOTO: © Unsplash (Marina Khrapova)