Saisonkalender JÄNNER

Auch im neuen Jahr wollen wir euch immer wieder ein paar Gemüse (und Obst-) -sorten vorstellen. Wir beginnen im Jänner mit ganz tollen Wintergemüsesorten: Kohlsprossen, Sellerie und Topianmbur!

Kohlsprossen

 

Die kleinen Sprossen sind ein typisches Wintergemüse! In ihnen stecken viele Nährstoffe, die wir vor allem in der kalten Jahreszeit brauchen.

Vor allem der hohe Vitamin C – Gehalt ist besonders. Aber das Kohlgemüse enthält auch reichlich Vitamin K, Kalium und Magnesium.

 

Gesunde Bitterstoffe?

 

Die haben Kohlsprossen reichlich enthalten. Der bittere Geschmack stammt von den sogenannten Glukosinolaten. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Übrigens: auch der scharfe Geruch und Geschmack von Senf, Radieschen und Rettich stammt von diesen Glukosinolaten.

 

Kohlsprossen müssen vor dem Verzehr gegart werden. Man kann sie in Salzwasser dünsten, in der Pfanne anbraten oder in einem Eintopf / Auflauf verarbeiten. Am besten sollten sie bissfest gegessen werden, damit noch viele Nährstoffe enthalten bleiben.

 

Da Kohlsprossen recht schnell verderben sollte man sie innerhalb 2 Tage verzehren oder einfrieren. Das Gemüse passt sehr gut als Beilage zu Fleisch oder Fisch und wird auch typischerweise dafür verwendet. Aber Kohlsprossen können auch sehr gut die Hauptkomponente in Gerichten sein: wie wäre es mit gebratenen Kohlsprossen mit Speck und Käse, einer Kohlsprossen-Gemüse-Pfanne, einem Kohlsprossen-Kartoffelpüree oder einer Kohlsprossen-Quiche?

Die kleinen Kohlköpfe machen sich – kurz in der Pfanne angebraten – auch wunderbar auf Salaten oder in winterlichen Bowls.

FOTO: © Unsplash (Sebastian Coman)

Knollensellerie

 

Sellerie – ein typisches Suppengemüse…Doch die aromatische Knolle kann viel mehr wie wir finden!

 

Der Knollensellerie gehört botanisch gesehen zur Rübe. Gegessen wird die unterirdische Speicherknolle der Pflanze. Der typische herb-frische Geruch und Geschmack entsteht durch die vielen ätherischen Öle, die als sekundäre Pflanzenstoffe eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können.

 

Nährstofftechnisch zeichnet sich die Knolle außerdem auch den Gehalt an Ballaststoffen, Kalium, Kalzium und Eisen aus.

 

In der Küche ist der Sellerie ein echter Alleskönner. Wenn ihr Sellerie bisher lediglich für Suppen verwendet habt, möchten wir euch hiermit ein paar neuen Ideen geben:

 

Sellerie kann roh gegessen werden und ist daher auch für Salate oder Rohkost-Gerichte einsetzbar. Bekannt ist der Waldorfsalat, der aus Sellerie und Äpfeln mit einem Dressing aus Mayonnaise zubereitet wird. Wenn man ein leichtes, modernes Gericht zubereiten möchte kann man den Salat auch abwandeln und mit Walnüssen und Mandarinen verfeinern.

Für neue Ideen: wie wär’s mit einem Sellerie-Karottensalat mit Seidentofu-Dressing, einem Grünkern-Tomatensalat mit Sellerie und Speck oder als Rohkost in einem feinen Fisch-Carpaccio?

 

In warmen Gerichten eignet sich der Sellerie tatsächlich gut für Suppen und Eintopfgerichte. Immerhin ist Sellerie auch in den meisten Suppenwürzen enthalten, da er geschmacklich perfekt mit anderem Suppengemüse harmoniert.

Aber die Knolle kann auch gut als Beilagengemüse, z.B. zu Fisch oder einem Entenbrustfilet, gereicht werden, in einer Fritatta mit Eiern und Käse verarbeitet werden, Kartoffelpüree verfeinern, als Sellerie-Schnitzel oder –risotto gegessen werden.  Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

FOTO: © Unsplash (Jonathan Borba)

Topinambur

 

Ein weiteres tolles Wintergemüse, das viele gar nicht kennen! Früher war die Knolle ein beliebtes Gemüse, bis sie von den Kartoffeln verdrängt wurde. Heute findet man die Topinambur wieder öfters in den Supermärkten…. Doch was kann das Gemüse und welche Gerichte kann man daraus zaubern?

 

Topinambur ist botanisch gesehen mit der Sonnenblume verwandt. Die Pflanze kann bis zu drei Meter hoch wachsen und bildet gelbe Blüten. Die unterirdischen Ausläufer bilden die essbare, kartoffelgroße Knolle.

 

Nährstofftechnisch hat die Topinambur so einiges zu bieten. Sie ist mit 30 Kalorien / 100 g besonders kalorienarm, hat aber gleichzeitig einen hohen Ballaststoffanteil von 12 g / 100 g. Zum Vergleich: Erdäpfel haben 68 Kalorien und nur 2 g Ballaststoffe. Auch der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist deutlich höher als in Erdäpfeln. Vor allem Vitamin A, B1 und B2 sowie Eisen, Kalium und Kalzium sind hervorzuheben.

 

Man kennt das Gemüse auch unter dem Namen Erdartischoke oder Indianerknolle. Geschmacklich erinnert sie mit dem fein nussig-süßlichen Geschmack an Artischoken oder Maroni, vom Aussehen eher an eine Ingwerknolle.

 

Die Topinamburknolle kann man roh essen oder verarbeiten. Sie passt super zu Fleisch oder Fisch als Beilage oder kann in einer Suppe, einem Eintopf oder als Püree zubereitet werden. Besonders lecker ist z.B. eine Topinamburcremesuppe mit Kartoffeln und etwas Zitronensaft,

Rinderfilet mit einem Kartoffel-Topinamburpüree, Linseneintopf mit Karotten und Topinambur oder ein gemischter Salat mit Topinambur, einfach in dünne Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl mariniert.

FOTO: © Unsplash (Mariana Medvedeva)