Qualität und Vielfalt in der Schweinehaltung

Hauptspeisen mit Fleisch kommen in Oberösterreich am häufigsten auf den Mittagstisch. Und wenn es schon so häufig auf den Teller kommt, dann muss es auch gutes, hochwertiges, regionales Fleisch sein.

Der Fleischkonsum sinkt jährlich. Allein zwischen 1995 und 2015 ist der Schweinefleischkonsum um 2,2 kg gesunken. Qualität und Herkunft rücken dafür zunehmend ins Bewusstsein. Und das ist gut und wichtig. Denn Oberösterreich ist das agrarische Produktionsland Nummer 1. Alle Markenprogramme und Tierwohlstandards bauen auf dem, im EU-Vergleich, sehr hohen Standard des österreichischen Tierschutzgesetzes auf. Unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe erfüllen die Wünsche der Konsumenten nach regionalen Produkten und auch die Themen “Tierwohl” und “Bio” gewinnen in unserem Bundesland zunehmend an Bedeutung.

Auch bei meinen Betriebsbesuchen zeigt sich, wie bunt und vielfältig unsere heimische Landwirtschaft, die die Grundlage unserer Ernährung darstellt, ist und deshalb möchte ich folgende Beispiele mit euch teilen:

 

  • Am oberösterreichischen Standort des Lehr- und Forschungszentrums für Landwirtschaft Raumberg Gumpenstein, in Thalheim bei Wels, werden die Weichen für die Weiterentwicklung der biologischen Schweinebranche Österreichs gestellt. Dr. Werner Hagmüller präsentierte in diesem Jahr einen neuartigen Bio-Abferkelstall aus Vollholz.
  • Nischen werden immer beliebter. Und auch die Oberösterreicherin Gerti Grabmann, Obfrau von BIO AUSTRIA, setzt auf ihrem Hof in Münzkirchen auf eine erfolgreiche und zukunftsträchtige Nische, die Freilandschweinehaltung.
  • Der von Oberösterreich eingeschlagene Weg der Gentechnikfreiheit rückt bei immer mehr fleischverarbeitenden Unternehmen in den Mittelpunkt. So verzichtet das oberösterreichische Unternehmen Gourmetfein auf gentechnisch veränderte Futtermittel.
  • Auch Florian Hütthaler setzt mit der erfolgreichen Initiative Fair Hof auf GVO-Freiheit und geht mit einer Maximierung des Tierwohls in der konventionellen Produktion noch einen Schritt weiter.
Max mit Schweinen

Diese Mehrwerte, genauso wie die Qualitäts- und Markenprogramme Gustino und Gustino Stroh, müssen unseren Bauern aber auch abgegolten werden. Gerade die bei Frischfleisch vorherrschende Aktionitis, gepaart mit der Marktkonzentration unseres Lebensmittelhandels drücken den Preis.

Qualität und Regionalität müssen uns allen etwas Wert sein – daher lieber weniger internationales Fleisch, dafür gute heimische Qualität!

Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Fleisch in höchster Qualität – also schau darauf, dass dein Fleisch aus (Ober)österreich kommt! Das AMA Gütesiegel hilft dir dabei und auch die oben angeführten Markenprogramme gewährleisten Qualität und Regionalität.

Trennlinie für Tipps

Ihr sucht einen Direktvermarkter in eurer Nähe und wollt Bio-Frischfleisch direkt von eurer Couch bestellen? Dann schaut mal auf www.nahgenuss.at .
Das 2016 gegründete Start-up bringt Bauernhöfe und Konsumenten zusammen, bestellt wird direkt beim Bauern in deiner Nähe. Der Verkauf kommt allerdings nur zu Stande, wenn das gesamte Tier zum Stichtag verkauft wurde. Die Mischpakete können direkt beim Bauern abgeholt werden und ihr könnt euch selbst von der Tierhaltung überzeugen. Manche Betriebe bieten auch eine Kühllieferung an.